On the road again

So, letztes Jahr hab ich nicht gebloggt, nun hat es mich wieder gepackt. Wir sind wieder unterwegs nach Essen (grad vor Bad Nenndorf) und hören Rahdos Talkthrough zu den Essen-Neuheiten. Klingt alles super, so viele Spiele, so wenig Zeit – ich werde berichten!

Rieckhof 2015

 

Auch dieses Jahr sind wir wieder am Rieckhof – draußen gießt’s in Strömen, perfektes Wetter zum Spielen also. Den Anfang machen wir mit:

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504 Spiele in einem – das klingt doch schonmal gut. Wir entscheiden uns für Spiel 176, Die Welt der fahrenden Großgrundbesitzer mit Verbindungen. Also irgendwas mit Transport, Landbesitz und Straßenbau. Es dauert eine ganze Weile, bis wir uns durch die Regeln gewurschtelt haben, wir hätten doch wohl erst das Einsteigerspiel spielen sollen… Jede Regel hat mindestens drei Ausnahmen, aber wenn man erstmal hinter das System gestiegen ist, geht’s.20151115_131838

Wir spielen bestimmt zwei Stunden und haben erstaunlich viel Spaß. Das ist mal kein Mangelspiel, es ist alles im Überfluss da und jede Runde hat man mehr Dinge – und mehr zu überlegen. 4/5 für Welt 17620151115_131801

Da ist man ja schon gespannt, wie die anderen 503 Spiele sind und vor allem: wie unterschiedlich.20151115_131818

Die blutige Herberge

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Was für ein herrlich morbides Thema. Das Spiel an sich ist dann doch relativ mechanisch. Es spielt sich aber flüssig und clever –  und es mangelt hier mal wieder an allem. 3,5/520151115_161541

Celestia

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Bluff und Push your luck in einem, wunderschön aufgemacht, wir haben es allerdings so schnell heruntergespielt, dass wir ein Foto vergessen haben. Es erinnert ein bißchen an „Diamant“, und ich vermute, dass es mit mehr als drei Spielern auch mehr Spaß macht… 2/5

The Game

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Und noch ein Absacker am Schluss, Flo und ich kennen „Das Spiel“ schon, Patrick noch nicht: Kopperativ 4 Kartenhaufen aufsteigend/absteigend zwischen 1 und 100 bauen. Mit Kartenzugzwang und natürlich ganz wichtig: Rede-Verbot. Also, man darf nicht sagen, welche Karten man hat. Man darf den anderen nur mehr oder weniger deutliche Hinweise geben, welchen der Ablagestapel man denn in seinem Zug so präferieren würde… 4,5/5

Und dann war da noch…

…die ewig lange Schlange beim Dicetower: alle standen an für die Karten für die Liveshow, die aber schon 10 nach 10 vergriffen waren. Immerhin hab ich wenigstens noch ein Foto von den Podcast-Celebrities *g*  und unterhalten habe ich mich mit meinem Lieblings-Moderator Eric Summerer (und später mit Tom Vasel) auch noch ein Weilchen.

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…das echt schlechte Wetter dieses Jahr: nix mit draußen sitzen und futtern mittags 🙁wpid-20151008_075615.jpg

 

…der Weltrekord in Halle 4: alles aufgebaut für das Mega-Catan-Spiel am Samstag, dort haben 1040 Spieler dann simultan die Siedler gespielt.wpid-20151008_150213.jpg

 

…das abgefahrenste Spiele-Cover: Richard Breeses „Inhabit the Earth“. Woran erkennt man Kiffer? An den roten Augen und geweiteten Pupillen.

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Keine weiteren Fragen.

…die Marienstatue: unser Lieblings-Grieche ist in einem Fachwerkhaus untergebracht, das Anfang des Jahres Feuer gefangen hat. Das Feuer hat sich durch das halbe Haus gefressen, bis es unter Kontrolle gebracht wurde und an genau dieser Stelle wurde in einem Geheimfach die Marienstatue entdeckt. Das Restaurant ist übrigens fast unbeschädigt geblieben.

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….meeting Lübbi: jedes Jahr ein Highlight der Messe. Hallo Lübbi! *wink*

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…meeting Uwe: wie jedes Jahr gehört natürlich auch ein ausgiebiger Schnack mit Uwe Rosenberg dazu, den wir dieses Jahr zufällig in den Gängen treffen. Er empfiehlt uns „Spirit of the Rice Paddy“ und ich empfehle ihm „Trickerion“, das er sich daraufhin als nächstes ansehen will. Wer weiß, vielleicht gibt’s das ja nächstes Jahr bei Feuerland auf Deutsch… 😉

 

…Spieletische gucken: auf der Messe waren mindestens drei Hersteller von Spieletischen, die wir uns alle genau angeschaut haben. Gewonnen haben die Griechen von Rathskellers, deren Tische qualitativ den besten Eindruck machten. Und wer weiß, vielleicht steht bald einer von denen bei uns rum… 😉

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…die FairPlay-Wertung: interessiert uns eigentlich jedes Jahr weniger, aber traditionell machen wir noch jeden Tag ein Foto.

Donnerstag:

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Freitag:

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Samstag:

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Sonntag/Endstand:

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…apropos Endstand: welche Beute haben wir denn nun eigentlich mit nach Hause gebracht?

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Eigentlich bescheiden oder? Ich glaube, wir müssen nächstes Jahr wieder nach Essen, im Regal ist noch Luft!

PS:

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(im Messeparkhaus entdeckt)

The 7th Continent – Prototyp, Kickstarter

Um den „7. Kontinent“ schleiche ich schon die ganze Messe über herum. Jeden Tag schaue ich mindestens einmal am Stand vorbei und nerve die Autoren, die dort ihren Prototypen, der derzeit auf Kickstarter unterstützt werden kann, zum Probespielen aufgebaut haben. Leider waren stets alle Termin bis Sonntag ausgebucht (ja, auch nach mehrmaligen Nachfragen *g*). Auch heute frage ich wieder unverbindlich und erhalte die stets gleiche Auskunft mit herrlich französischem Akzent: „sorry, we are booked out until the end of the fair“. Ich frage, wann die letzte Demorunde ist und ob es okay ist, wenn ich dann dort warte, ob die Gruppe tatsächlich auftaucht und falls nicht, den Platz bekomme. Bei soviel Penetranz können sie auch nicht ablehnen und siehe da, keiner der gebuchten Gruppe kommt und wir können es sogar zu dritt spielen. Ha!wpid-20151011_171728.jpg

Und es lohnt sich. Bruno, super sympathisch und Co-Autor, erklärt uns ein ganz neuartiges Spielkonzept. Wer kennt die Abenteuer-Spielbücher von früher noch? „Du kommst an eine Abzweigung, links geht der Weg in die unheimlichen Wälder und rechts in ein Dorf, in dem grade anscheinen ein Markt stattfindet. Wohin gehst Du? Gehst Du zu den Wäldern, lies Abschnitt 22, gehst Du in das Dorf, lies Abschnitt 54“. 7th Continent ist das Ganze als Brettspiel.

Wir erkunden den 7. Kontinent und auf jeder der ausliegenden Landschaftskarten sind Zahlen an den Rändern, und manchmal auch mittendrin. Jede Zahl am Rand steht wieder für eine andere ganz bestimmte Karte, die beim Übertreten des Randes gezogen wird, so dass die Landschaft im Laufe der Zeit wächst. Es sind auch Geheimzahlen untergebracht (ganz schwer zu orten, daher gibt es im Spiel später auch eine Lupe, wenn man die Karte zu der Lupe entdeckt, darf man die Lupe nehmen und benutzen ;-)).

Zahlen mittendrin können zum Beispiel Klettern (wenn man an einem Berg steht), jagen (sofern man Tierspuren sieht) oder schwimmen (an der Küste) sein. Wenn ich mich entschließe, bestimmte Stellen einer Karte zu untersuchen, wird wieder eine bestimmte Zahlen-Karte gezogen, die einem zum Beispiel mitteilt, dass die Algen auf den Felsen sich ganz prima zum Seilflechten eignen und wann immer Du die Algen auf einer Karte entdeckst (auffällig orange Flecken auf Felsen), hast Du automatisch ein Seil. Zum Beispiel zum Klettern 🙂

wpid-20151011_171737.jpg Beim Entdecken des Kontinents kann man viele Ideen ziehen, die man dann mit ein paar Materialien in sinnvolle Gegenstände umwandelt.

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Das Entdecken macht einen Höllen-Spaß, die Autoren sind super nett und ich entschließe mich noch auf der Autofahrt nach Hause, dieses Kickstarter-Projekt zu unterstützen. 5/5

Ein Fest für Odin – Prototyp

Was haben wir uns schon auf den großen „Uwe“ dieses Jahr gefreut – leider aber doch nur in Prototyp-Form verfügbar.

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Uwe, dem wir zwischendurch in den Gängen über den Weg laufen, erzählt, dass der Illustrator leider krank geworden ist und sie daher alles auf das nächste Jahr geschoben haben. Also lernen wir jetzt erstmal die Variante mit den Pappschnippseln und Corel Draw-Grafiken kennen 😉wpid-20151011_144920.jpg

Der Prototyp wird uns von einem wahren Wikingerfan erklärt. Also – eigentlich erklärt er weniger das Spiel, sondern vielmehr, wie wann und wo die Wikinger so gelebt haben, ab und an mal unterbrochen von einer einzelnen Spielregel: „So, wie hier auf dem Feld, da könnt ihr auch Langboote bauen!“ – Ahja. Nach 55 Minuten ist er durch mit Geschichtsunterricht und ein paar Spielregeln kennen wir dann auch, also los. 5 Minuten haben wir noch, bis die nächsten ihren Termin haben… Die Wertung entfällt daher – die hole ich dann nächstes Jahr beim „echten“ Spiel nach 😉

Haus der Sonne

Da wir vor unserem heutigen Uwe-Rosenberg-Prototyp-Termin noch eine Stunde Zeit haben, probieren wir bei Feuerland gleich noch ein (bereits fertiges) Zweier-Spiel aus:

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Karten liegen um den Spielplan herum und wir bieten mit Zahlenchips darauf. Das durch diese Zahlen in Bewegung gesetzte Boot bestimmt dann die Zahlenchips, die nun ausgewertet werden und den Spielern Karten bescheren. Das war uns viel zu abstrakt und zu mathematisch, wir haben abgebrochen und sind lieber noch ein bißchen in der Halle stromern gegangen. 1/5

Dark Matter

 

Wir besuchen alte Bekannte: die Spanier, die damals mit Luna llena in Essen waren. Diesmal also Dunkle Materie, ein Kartenspiel.

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Ein verdammt kompliziertes Kartenspiel – je nachdem, bei wem man eine Kartenfähigkeit spielt, wird die Karte gedreht, geflippt, gespiegelt oder gegessen. Oder so. Ziel ist es, Planeten zu erobern, das passiert mit den erwähnten Kartenfähigkeiten oder den Planeten-Sonderfähigkeiten. Nicht unclever. 3/5wpid-20151011_123754.jpg

Schatzjäger

Es ist Sonntag. Die Hallen sind ruhiger, die Toplisten abgearbeitet, wir lassen uns treiben und stoßen auf:

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Richard Garfield (das ist der, der Magic erfunden hat) – das kann ja nicht so schlecht sein. Ist es auch nicht. Ein Karten-Anlegespiel, bei dem entweder die höchste oder niedrigste Zahl einen von 5 „Schätzen“ gewinnt und eine Spur bluffen und eine größere Spur Glück eine Rolle spielen. 3/5wpid-20151011_102034.jpg

Automobiles

Automobiles fügt sich in eine Reihe mit „Trains“ und „Planes“ ein, hat aber eher mit ersterem eine Ähnlichkeit: es geht um Deckbau. Oder genauer: Klötzchenbau. Denn anstatt der schönen Karten erwirbt man das dazu passende Klötzchen und wirft es in seinen Stoffbeutel. Das macht das Mischen so schön einfach 🙂wpid-20151010_175429.jpg

Allerdings macht es die Übersicht etwas schwerer: was hieß diese Farbe mal noch? Wieder die Karten am Rand durchschauen. Achja. Und diese?

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Mit den Klötzchen bewegen wir unsere Rennwagen, oder machen Boxenstopps, Reifenwechsel oder Tuning. Clever ausgedacht, aber etwas unübersichtlich. 3,5/5

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Space Cadets Away Mission

Ein kooperativer Dungeon-ich meine Retro-Spaceship-Crawler. Das besondere sind wohl die sogenannten Overkill-Funktionen, die entstehen, sobald man besser würfelt als gefordert, und die sich ganz nett kombinieren lassen sollen.

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Das weiß ich aber auch nur aus dem Rahdo-Video zu dem Spiel, der Erklärer am Stand ist zwar nett und bemüht, hat aber von dem Spiel nicht viel Ahnung und so wirds für uns eine ratlose Würfelei nach gefühlt nur halb richtigen Regeln 2/5

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